Archiv der Kategorie 'Kommunikationen'

Bezüglich CSD in Frankfurt..

Pressemitteilung zum Motto des CSD Frankfurt 2016

Die Bundeskonferenz der schwulen, schwul-lesbischen und queeren Hochschulreferate und Hochschulgruppen ist über das jüngst veröffentlichte Motto des CSD Frankfurt e.V. empört. Als Gremium der emanzipatorischen Hochschulpolitik kritisieren wir das Motto „Lieb Geil – Liebe für Alle“ aufs schärfste. Die durchaus wünschensund unterstützenswerte Positionierung des Frankfurter Christopher Street Day gegen einen gesellschaftlichen Roll-Back und gegen rechte Gesinnungen scheitert an Weitblick in der Analyse gesellschaftlicher Machtverhältnisse und relativiert nicht zuletzt die Verbrechen der Nationalsozialist_innen. Der CSD Frankfurt e.V. möchte mittels der verfremdeten Aneignung nationalsozialistischer Symbolik und Rhetorik darauf hinweisen, dass rechte und rechtsradikale Gesinnung noch heute, und heute wieder, von brisanter Aktualität sind. Diese Erkenntnis legitimiert unserer Ansicht nach jedoch mitnichten die Reproduktion von Frakturschrift und Heilrufen. Die Verbrechen des NS-Regimes sind in der Geschichte menschlicher Zivilisation ohne Vergleiche. Es mag queere Praxis sein, sich Begriffe und kulturelle Praktiken anzueignen, doch findet diese Praxis dort ihre Grenzen, wo sich Termini angeeignet werden, die nicht zur Abwertung der eigenen Minderheit geschaffen sind. Indem die Begriffe und Symbole der Nationalsozialist_innen, die im Übrigen in den benannten Fällen identitätsstiftender und nicht abwertender Natur waren bzw. sind, vereinnahmt werden, werden sie auch gleichermaßen relativiert und ihrer Unvergleichbarkeit beraubt. Wie kann es sein, dass sich Menschen in
Deutschland in eine Position versetzen, die die Taten der Nationalsozialist_innen, und sei es noch so implizit, relativiert? Es liegt die Vermutung nah, dass sich hier Personen möglichst drastisch und deutlich von rechtem Gedankengut distanzieren möchten. Dabei den Weg zu gehen, sich von der Geschichte abzugrenzen, als seien rechte Ideologien ein bedrohliches Äußeres zeugt unserer Ansicht nach von einem paradoxen und verantwortungslosen Geschichtsverständnis.

Damit nicht genug nimmt der CSD Frankfurt e.V. mit der Wahl dieses Mottos und seiner Darstellung in Kauf, dass von Rassismus und Antisemitismus betroffene Menschen und Menschen, die die Shoah überlebt haben, sowie ihre Nachkommen, re-traumatisiert werden oder eben dem Event fern bleiben. Es kann kein Ziel der Veranstalter_innen sein, dass gerade die Menschen für die sie sich scheinbar einsetzen wollen, aus Angst mit dieser Symbolik konfrontiert werden zu müssen, den Events fernbleiben. Es wird und wurde in der Vergangenheit von nicht-weißen, von Rassismus betroffenen Queers bemängelt, dass ihre Bedürfnisse systematisch unsichtbar gemacht werden, Ereignisse durch gezieltes whitewashing verfremdet und vereinnahmt werden. Die Medienberichterstattung um das Attentat von Orlando in diesem Monat reiht sich hier nahtlos ein. Der Nachtclub „Pulse“ war ein Raum der insbesondere und vor allem von nicht-weißen und Queers of Colour besucht wurde. Die überwiegende Zahl der Opfer war nicht weiß. Die Berichterstattung spricht dennoch bestenfalls nur von einem Anschlag auf die schwule Community. Einen antirassistischen Anspruch zu vertreten kann hier zum Beispiel auch heißen, auf genau solche Missstände hinzuweisen. Stattdessen wählt der CSD Frankfurt den Weg der Vereinnahmung der Ereignisse, und nutzt sie zur Argumentation ihres missratenen Mottos.

Wir möchten die Veranstalter_innen des CSD Frankfurt e.V. daher dazu ermutigen, die Kritiken an ihrem diesjährigen Motto ernst zu nehmen, und das Motto zurückzunehmen. Wir unterstützen ausdrücklich alle Aktivist_innen und Organisationen, die sich gegen diese Mottosetzung ausgesprochen haben oder ihre Teilnahme am CSD Frankfurt im Jahr 2016 öffentlichkeitswirksam zurückgezogen haben oder zurückziehen werden. Unsere Solidarität gilt den antifaschist_innen die sich tagtäglich wirklich gegen Nazis einsetzen, und insbesondere den Betroffenengruppen.

Mit queeren Grüßen,

Die Bundeskoordination der Bundeskonferenz der schwulen, schwul-lesbischen und queeren Hochschulreferate und Hochschulgruppen.

BBQueer VERSCHOBEN!

bbq

Wegen schlechtes Wetters wird unser heutiges BBQueer leider verschoben!
Genauere Infos werdet ihr rechtzeitig auf der Webseite der Veranstaltung bekommen!

Filmreihe zum Queer Cinema

filmreihe

Umfrage: Knapp jede dritte Person hat Diskriminierung erlebt

pixabay

Hier eine sehr interessante Umfrage der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.

Absolut lesenswert!

(Click here)

LEZZ-A-FAIRE braucht unsere Unterstützung!

Eine queere Filmserie über Jugendliche aus Deutschland – gibt’s nicht? Stimmt – aber vielleicht bald!
Auf Kickstart sammelt LEZZ-A-FAIRE gerade Unterstützung für dieses spannende Filmprojekt.

Den Teaser kann man hier finden.
Und – ganz wichtig! – HIER die Kickstarter-Kampagne für dieses spannende Projekt!

offenes Treffen: IDAHOT* 2015

Zum ersten Treffen für das Jenaer Festival zum Internationalen Tag gegen Homophobie und Trans*phobie laden wir alle interessierten Menschen ein. Wir freuen uns über alle, die Ideen beisteuern oder Unterstützung anbieten wollen.

Das Treffen findet statt:

… am Montag, den 15.12.2014
… ab 18:00 Uhr
… im Besprechungsraum des StuRa
… (Carl-Zeiss-Straße 3, Jena).

Weitere Infos: www.idahot-jena.de Facebook Veranstaltung

Jenaer Frauenhaus e.V. in finanziellen Nöten

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Der Verein, der 3 Mitarbeiterinnen beschäftigt, betreibt ein Frauenhaus mit 16 Plätzen für Frauen und Kindern, die von Häuslicher Gewalt betroffen sind. Frauen finden dort mit ihren Kindern Schutz und Unterkunft und durch die Mitarbeiterinnen erhalten sie Beratung und Unterstützung. Des Weiteren gibt es eine Ambulante Beratungsstelle zu Häuslicher Gewalt sowie einen Notruf für Frauen in akuten Gewaltsituationen, der die sofortige Aufnahme ins Frauenhaus 365 Tage im Jahr absichert.

Die Finanzierung des Vereines erfolgt durch öffentliche Gelder der Kommune Jena, SHK und durch Mittel des Landes Thüringen. Ein wesentlicher Bestandteil der Finanzierung sind die Eigeneinnahmen, die sich durch Spenden, Mitgliedsbeiträge, Nutzungsentgelte sowie durch Bußgelder zusammensetzen. Diese Einnahmen bleiben dieses Jahr weit hinter den geplanten Einnahmen zurück und der Verein ist dringend auf Spenden angewiesen
Spendenkonto lautet:
Jenaer Frauenhaus e.V.
IBAN: DE52830200870004130642
Verwendungszweck: Vereinstätigkeit
(Bitte den Verwendungszweck unbedingt mit angeben)

Gewalt gegen Frauen ist laut UNICEF die häufigste Menschenrechtverletzung. Hilf auch du mit, dass dies nicht so bleibt.

Für der Erhalt des Frauenhauses in Jena!

Beachfußball – VERSCHOBEN

ACHTUNG: Leider spielt das Wetter wohl nicht mit – die Vorhersagen sagen Regen voraus. Daher VERSCHIEBEN wir den Termin – einen neuen erfahrt ihr an dieser Stelle, sobald wir ihn gefunden haben!

BBQueer – VERSCHOBEN

ACHTUNG: Leider spielt das Wetter wohl nicht mit – die Vorhersagen sagen Regen voraus. Daher VERSCHIEBEN wir den Termin – einen neuen erfahrt ihr an dieser Stelle, sobald wir ihn gefunden haben!

Queer-Hiking wird verschoben!

Aufgrund der schlechten Wetterlage verschieben wir unseren Wandertermin diesen Samstag. Wir geben den neuen Zeitpunkt auf Facebook und hier auf der Homepage schnellstmöglich bekannt.